Jeder wünscht es sich, doch die wenigsten können behaupten, dass sie es haben: Glück.
Immer mehr Menschen befassen sich mit der Positiven Psychologie und der sogenannten Glücksforschung. Wenn ich mich mit Eltern austausche, und frage, was sie sich für ihre Kinder wünschen, höre ich immer dieselben Worte. Eltern wünschen sich glückliche Kinder.
Doch was ist Glück eigentlich?

Was ist Glück?
Einige Stimmen behaupten, dass Glück etwas ist, was völlig unerwartet zu einem kommt.
Aus diesem Grund warten die Menschen manchmal ein Leben lang, dass das Glück sich auf den Weg zu ihnen macht. Aber Glück ist kein Zufall. Wahres Glück fällt nicht einfach so vom Himmel.
Es ist ganz egal wie viel Geld wir verdienen oder über welchen Status wir verfügen, wahres Glück entsteht immer im Inneren. Wenn du dich selbst gut leiden kannst, achtsam mit dir und deiner Gesundheit umgehst, dann weckst du das Glück in dir. Denn jeder trägt die Fähigkeit glücklich zu sein in sich. Damit wir diese Glücksgefühle auch spüren können, muss nichts Großartiges passieren.
Kein Lottogewinn der Welt, kann dich glücklicher machen als du dich selbst. Dafür müssen wir nur verstehen, dass es nichts bringt das Glück im Außen zu suchen.

Das Glück im Außen zu suchen wird langfristig nicht zu einem glücklicheren Leben führen,
viel wichtiger ist es, zu verstehen, dass Glück im Inneren entsteht.
Um in den dauerhaften Genuss des Glücks zu kommen, müssen wir gar nicht zwingend einen großen Schritt der Veränderung wagen, sondern uns in kleinen Schritten, immer mehr zu unserem persönlichen Glück begeben. Es sind die kleinen Dinge im Leben, die manchmal so viel bewirken können, auch wenn dies erst einmal schwer zu glauben ist.
Tägliche Dankbarkeit kann zum Beispiel ein kleiner Glücksauslöser sein, denn Dankbarkeit steigert die Lebenszufriedenheit und aktiviert gute Gedanken in unserem Gehirn.

Jeder von uns kann lernen, glücklich zu sein
Das wunderbare ist, dass jeder von uns lernen kann, glücklich zu sein.
Unser Gehirn ist anpassungsfähig. Das bedeutet, dass sich unser Gehirn dahingehend verändern kann, je nachdem an welchem Gedanken wir festhalten und welche Erfahrungen wir dabei machen.
Das menschliche Gehirn ist demnach formbar und kann durch positive Gedanken und Dankbarkeit transformiert werden.
Wenn wir uns also vermehrt intensiv und bewusst mit etwas Neuem beschäftigen, führt das dazu, dass sich unser Gehirn neu vernetzt. Die Fähigkeit des Gehirns, sich vollständig zu verändern nennt man in der Wissenschaft auch Plastizität.
„Unser Gehirn reagiert auf unsere Gedanken und bildet dementsprechend seine Gehirnzellen aus. Das bedeutet, unsere Erfahrungen können in Zukunft völlig anders verlaufen, wenn wir für eine gewisse Zeit durch neue Denkweisen bisher brachliegende Abschnitte unseres Gehirns trainieren“ Pierre Franckh.
Wir ganz allein bestimmen also die Richtung, in die wir uns entwickeln wollen.
Warum also nicht in Richtung Glück?!
Durch die neue positive Denkweise können Nervenzellen aktiviert werden. Je weniger wir unseren negativen Gedanken Aufmerksamkeit schenken, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich unser Gehirn völlig umwandelt.

Auch Kinder können bereits im frühen Alter lernen, Eigenverantwortung für ihr Glücksempfinden zu übernehmen. Die größten Vorbilder für die Kinder sind Mütter und Väter, die durch authentisches Vorleben und Handeln zeigen, wie man erfüllt leben kann und was glücklich sein wirklich bedeutet.

Wie kannst du als Elternteil deine Kinder langfristig darin unterstützen glücklich zu sein?

1. Dankbarkeit vorleben
Dankbarkeit ist einer der großen Schlüssel zum Glück.
Jeden Tag dankbar zu sein erhöht die Lebensfreude. Dankbarkeit heißt, den gegebenen Augenblick und jede gegebene Gelegenheit, einfach alles, was uns begegnet, als Gabe oder als Geschenk wahrzunehmen.
Dankbarkeit als festes tägliches Ritual, verändert nicht nur unsere Wahrnehmung, sondern auch unsere Sichtweisen auf das Leben. Unser Blick richtet sich automatisch immer mehr nur noch auf das Positive, das wir erlebt haben. Ein tägliches Dankbarkeitsritual, an dem nochmal zusammengefasst werden kann, was heute besonders schön war, ist ein gelungener Abschluss des Tages, der die Aufmerksamkeit auf die kleinen und wertvollen Momente des Lebens lenkt.
Die Kinder rufen sich die Gefühle des Erlebten nochmal hervor und können dann mit diesem Gefühl zufrieden einschlafen.

2. Achtsamkeitsrituale in den Alltag integrieren
Die zwei besten Freunde des Glücks sind die Achtsamkeit und die Entspannung. Wir können sie als Schlüsselqualifikation zu einem intensiveren Glücksempfinden bezeichnen.
Mithilfe von Achtsamkeitsübungen kannst du zusammen mit deinem Kind,
körperliche und geistige Ruhe finden.
Feste und liebevolle Achtsamkeitsrituale im Alltag, geben deinen Kindern Halt und Geborgenheit. Für Kinder sind Rituale besonders wichtig. Sie brauchen Anhaltspunkte, nach denen sie sich richten können. Rituale haben dabei eine Beständigkeit, die Kindern Sicherheit vermittelt. Durch wiederkehrende Gewohnheiten können Kinder schnell ihre Konzentration auf eine Sache lenken und entwickeln ein Gefühl für Rhythmus und regelmäßige Abläufe.

3. Die Natur wertschätzen
Wissen über die Natur wurde von Generation zu Generation weitergegeben.
Dieses Wissen war überlebenswichtig. Die Natur ist für Kinder der tollste Spielplatz, dennoch wird dieser heute kaum noch genutzt.
In der Natur können Kinder FREI, SELBSTBESTIMMT und KREATIV lernen.
Durch den Umgang in und mit der Natur öffnen sich die Sinne und der Verstand wird geschult.
Darüber hinaus ist eine tief empfundene Verbundenheit mit der Natur die Basis für ein positives Grundvertrauen in das Leben. Dieses positive Grundvertrauen in sich selbst und in das Leben, ist eine wichtige Erkenntnis, um seinen Weg in ein glückliches Leben zu finden.
Ein Spaziergang durch den Wald kann also zu einem echten Glücksabenteuer werden.

4. Entspannungseinheiten mit Kindern
Kinderyoga stabilisiert nicht nur die kindliche Persönlichkeit, sondern bereitet auch unheimlich viel Freude. Kinderyoga ist jedoch nicht nur für Kinder, sondern kann mit der ganzen Familie geübt werden. Kleine Kinderyoga Einheiten am Morgen oder Abend können ein tägliches Ritual sein, dass die Kinder darin unterstützen kann, achtsamer mit sich selbst und ihrem Köper umzugehen.
Um das Glück und die damit verbundenen Gefühle ausreichend wahrnehmen zu können, ist es deswegen besonders wichtig in der Gegenwart präsent zu sein.
Durch das Prinzip von Anspannung und Entspannung erschließt sich den Kindern ein universelles Mittel um abzuschalten und einen Ausgleich für die visuelle Welt zu schaffen.
Körper, Geist & Seele bilden eine Einheit und unterstützen die Kinder, sich selbst besser kennen zu lernen und sich aus der Reizüberflutung des Alltags zu lösen.
Beim Kinderyoga kann die ganze Familie auf spielerische Art lernen, sich zu entspannen und die Gedanken zur Ruhe kommen lassen.

5. Sei achtsam mit dir und deiner Gesundheit
Wer für andere da sein möchte, sollte zuerst an sich selbst denken.
Auch als Mama oder Papa darfst du dir Auszeiten nehmen
und einfach mal entspannen und zur Ruhe kommen.
Ein liebevoller und achtsamer Umgang mit uns selbst stärkt nicht nur unsere Gesundheit, sondern ist auch eine wichtige Gegebenheit für unser Glücksempfinden.
Die Selbstliebe darf also auch im stressigen Alltag nicht zu kurz kommen.